Janacek Quartett
Das Janacek Quartett Interpretationsleistungen bei den Aufführungen von Janáčeks Streichquartetten wurde ihnen nach einigen Jahren das Recht zugestanden, den Namen des Komponisten zu tragen. Ab 1955 begann das Quartett in der Besetzung von Jiří Trávníček, Adolf Sýkora, Jiří Kratochvíl und Karel Krafka auch im Ausland zu konzertieren und errang allmählich internationales Ansehen. Heute ist es in der ganzen Welt bekannt. Es wird immer wieder zu den großen Festivals eingeladen und kann zahlreiche Einspielungen bei bedeutenden Schallplattengesell- schaften aufweisen.
In der langen Zeit seit seiner Gründung kam es notwendigerweise zu Änderungen in der Besetzung. Unverändert blieb allerdings das künstlerische Credo der Musiker, die unter Beachtung der kammermusikalischen Disziplin eine hohe Expressivität des Klanges anstreben. Auf diese Weise knüpft es an die besten Traditionen der böhmischen und mährischen Musik an und ist gern gesehener Gast auf den internationalen Podien.
Miloš Vacek (I. violin)
Studierte das Violinspiel am Konservatorium sowie an der Janáček Akademie der musischen Künste in Brünn. Im Jahre 1982 nahm er am Nationalwettbewerb „Beethovens Hradec“ teil, wo er den vierten Preis gewann. Vier Jahre später bekam er ein Diplom im Violinwettbewerb in Písek und im Internationalen Wettbewerb des Festivals „Prager Frühling“. Seit 1987 wirkte er beim Slowakischen Kammerorchester mit, mit dem er oft auch als Solist auftrat. Seit 1995 wirkt er pädagogisch am Brünner Konservatorium, seit 2003 auch an der JAMU.
Vítězslav Zavadilík (II. violin)
absolvierte das Konservatorium in Kremsier und die Janáček Akademie der musischen Künste in Brünn (Prof. Moravec und Prof. Sýkora). Jahrelang war er Mitwirkender des Trávníček Quartetts, mit dem er eine Reihe von Auszeichnungen in verschiedenen Wettbewerben gewann: er ist Laureat des Interpretationswettbewerbs in Kremsier (1974), Träger der Ehrenanerkennung im Internationalen Wettbewerb Prager Frühling (1975 und 1984), im Jahre 1979 gewann er den ersten Preis im Wettbewerb „Premio Vittorio Gui“ in Florenz und zwei Jahre später den Liebstoeckel-Preis in Colmar. Im Jahre 1994 löste er seinen Professor Sýkora im Janáček Quartett ab.
Jan Řezníček (viola)
Studium des Geigespieles am Brünner Konservatorium und an der Janaček's Akademie der musischen Künste - JAMU (absolviert im Jahr 1985). Eine kurze Zeit Geigespieler in der Staatspihlharmonie Brno. Seit dem Jahr 1986 Mitglied des Mährischen Quartettes - sechs Jahre lang als Sekundist und seit dem Jahr 1992 als Bratschist. Im Jahr 1996 habe ich das Studium des Bratschespieles an der Janaček's Akademie in Brno beim Prof. Jiří Kratochvíl (Bratschist des Janaček's Quartettes) absolviert. Seit dem Jahr 1990 unterrichte ich das Kammerspiel an der JAMU. Seit dem Jahr 2000 Bratschist der Staatsphilharmonie Brno, und von 2008 ist glied Janacek Quartett. Als Quartettist sowie auch als Solobratschist trete ich auf Konzerten in Tschechien und auch im Ausland auf.